Dialektisch-Behaviorale Therapie für Posttraumatische Belastungsstörungen

Auf der Trauma-Station der CIP Klinik Dr. Schlemmer bieten wir für Patientinnen mit schweren Traumafolgestörungen nach sexueller Gewalt in der Kindheit ein neuartiges Behandlungskonzept an: die Dialektisch-Behaviorale Therapie für Posttraumatische Belastungsstörung (DBT-PTSD).

Das Verfahren kombiniert zentrale Bestandteile der Traumatherapie – Konfrontation mit den belastenden Erinnerungen und die Veränderung ungünstiger traumabezogener Bewertungen – mit einem intensiven Therapieprogramm zur Bewältigung schwieriger Gefühle, zur Verbesserung zwischenmenschlicher Fertigkeiten und des Selbstwertes, zum achtsamen Umgang mit sich selbst und der Umwelt, und zur Wissensvermittlung über das Störungsbild.

Das Therapieprogramm ist für Sie geeignet, wenn eines der folgenden Störungsbilder vorliegt:

  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Posttraumatische Belastungsstörung kombiniert mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung

Wann ist eine Behandlung nicht möglich?

  • bei einer vorhandenen Suchterkrankung. Bei Substanzmittelmissbrauch wird ein negativer Drogentest bei Aufnahme vorausgesetzt.
  • bei vorhandenen Essstörungen mit einem BMI unter 17,5kg/m2.
  • bei schwerer körperlichen Grunderkrankung. Hier ist gegebenenfalls eine fachärztliche Stellungnahme notwendig.

DBT–PTSD
Das Programm beinhaltet folgende Therapieeinheiten

  • integrative traumaspezifische Einzelgesprächspsychotherapie
  • Fachinformation über alle wichtigen Themen zu Traumafolgestörungen
  • Erlernen von Verhaltensfertigkeiten zum Umgang mit ungewollten Wiedererinnerungen, Spannungszuständen, Dissoziationen, Selbstverletzungen, Gefühlschaos, Beziehungsschwierigkeiten, schlechtes Selbstwerterleben
  • Erleben angenehmer Erfahrungen und Förderung kreativer Fähigkeiten
  • Achtsamkeitstraining
  • Körpertherapie
  • Kunsttherapie
  • Gegenseitige Unterstützung der PatientInnen unter sich in der Gruppe
  • traumaspezifische Bewegungstherapie
  • allgemeines Bewegungstraining
  • bei Interesse Teilnahme an einem Entspannungsverfahren (z.B. Yoga)
  • bei Bedarf individuelle Sozialberatung

Die Behandlung dauert zwölf Wochen. Es gibt zwei parallele Gruppen mit jeweils sechs Therapieplätzen.
Die Behandlungsplanung erfolgt nach eingehender Diagnostik, einschließlich Psychometrischer Testdiagnostik, sehr individuell. Patientinnen nach Akuttraumatisierung werden in einem individuellen Therapiesetting betreut.
Zur Therapieplanung sind telefonische oder persönliche Vorgespräche möglich.

Unser Team unter Leitung von Dipl. Psych. Almuth Böhm besteht aus engagierten und störungsspezifisch fortgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für organisatorische Fragen zur Patientenaufnahme, Anfragen zur Warteliste und Bettenplanung wenden Sie sich bitte an die Leitung der Patientenaufnahme, Frau Mittermair unter 08041 8086 505.

Für inhaltliche Fragen bezüglich der Therapieplanung wenden Sie sich bitte an Frau Böhm unter 08041 8086-0. Bitte geben Sie uns für einen Rückruf Ihre Telefonsprechzeiten bekannt.